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Endlich (?!) kabellos – Apple BeatsX im Test

Die Zukunft ist Kabellos. Oder nicht? Mit den neuen BeatsX bringt Apple erstmalig Kopfhörer auf den Markt, die zum einen nicht nur gut aussehen und ohne Kabel daherkommen sondern gleichzeitig auch ein faires Preis-/Leistungsverhältnis bieten.

Meine Kopfhörer waren bisher wenig spektakulär. Meist Standard und im Lieferumfang meiner Smartphones enthalten, zählten so die Apple Earpods zu meinen treuen Begleitern. Zugegeben, einmal habe ich In-Ear-Kopfhörer ausprobiert. Vor ziemlich genau fünf Jahren, allerdings waren die, übrigens von Philipps und ONEILL, nicht wirklich der Bringer, weshalb ich sie irgendwann wieder umgetauscht hatte.

149,95 – 32,95 – 30 = 87 Euro

Jetzt aber zum eigentlichen Thema – zu meinem Geburtstag sollte es dann soweit sein. Aufgrund einer Lieferverzögerungen seitens Amazon erhielt ich die Kopfhörer einige Tage nach dem Offiziellen Release. Nicht weiter schlimm, denn als Trostpflaster hatte ich aufgrund einer Vorbestelleraktion nicht nur rund 33 Euro gegenüber der Unverbindlichen Preisempfehlung gespart sondern auch noch eine 30 Euro iTunes-Karte erhalten, die den Kopfhörern beilagen. Insgesamt also etwa 87 Euro für ein schickes paar Bluetooth-Kopfhörer von Apple. Kein schlechter Anfang.

Die Umverpackung ist Apple-like extrem hochwertig und beschert einem schon beim Auspacken ein gutes Gefühl und den einen oder anderen „Wow“-Effekt. Neben den Kopfhörern liegen drei alternative In-Ear-Aufsätze bei. Damit ist sichergestellt, das jedes Ohr Freude an den Kopfhörern hat. Außerdem Papierkram, der obligatorische Beats-Sticker, die iTunes-Gutscheinkarte und nicht zu vergessen ein Transportcase aus Silikon, zwei paar „Wing-Tips“ für einen besseren halt im Ohr und ein USB auf Lightning-Kabel zum aufladen der BeatsX.

Lieferumfang der BeatsX

Optik & Verarbeitung

Die Kopfhörer sind erwartungsgemäß sehr hochwertig verarbeitet und bieten ein sehr gutes Tragegefühl. Die weiche Oberfläche des „Nackenkabels“ erhöht den Tragekomfort zusätzlich und verhindert einen ungewollten Verlust der Kopfhörer (wie z.B. bei Apples neuen AirPods). Ich habe mich für schwarze Kopfhörer entschieden – wer es etwas farbenfroher bedient sich also lieber den Farben grau, weiß oder blau.

Der Kopfhörer bietet neben der eigentlichen Funktion Ton vom Smartphone in die Ohren zu transportieren die Möglichkeit, mit Hilfe der am Kabel angebrachten Tasten durch die Musik zu navigieren, Anrufe entgegenzunehmen oder Siri zu aktivieren.

Die Kopfhörer sind im übrigen lediglich Spritzwassergeschützt und sollten deshalb nicht bei Starkregen oder extremen sportlichen Aktivitäten getragen werden. Etwas paradox, denn das aktuelle iPhone 7 von Apple ist wasserdicht.

Erster Eindruck – toller Sound!

Um die Kopfhörer mit seinem Apple Gerät zu verbinden muss, danke des neuen und energiesparenden W1-Chips, lediglich Bluetooth aktiviert und und der „Connect“-Button auf den Kopfhörern gedrückt werden. Es öffnet sich umgehend ein Pop-Up auf z.B. dem iPhone, welches auf Bestätigen eine Verbindung zwischen beiden Geräten herstellt. Ein Kopfhörer-Symbol in der Statusleiste informiert anschließend über die aktive Verbindung zu den BeatsX.

Verbinden der BeatsX mit dem iPhone

Der Sound der Kopfhörer ist satt und klar bei kräftigen Bässen und ausgewogenen Mitten. Insbesondere sind die BeatsX natürlich für Musik mit Bässen geeignet bzw. für jene Menschen konzipiert, die gerne „etwas mehr“ Bass haben möchten. Insgesamt kommt mit diesen Kopfhörern jedoch jeder auf seinen Geschmack und profitiert nicht zuletzt wegen fehlender Kabel von einem neuen Komfort.

Fast-Fuel und iCloud

Die Kopfhörer sind bei mir jetzt seit rund vier Monaten im Einsatz und ich bin nach wie vor begeistert von dem guten Klang. Es liegen tatsächlich Welten zwischen klassischen- und In-Ear-Kopfhörern, so dass ich meine BeatsX nun nicht mehr hergeben möchte. Auch die Akkulaufzeit der Kopfhörer ist ein Traum. Dank Fast-Fuel-Technologie tanken die BeatsX, wenn sie leer sind, in 5 Minuten Energie für zwei Stunden Musikgenuss. Das funktioniert tatsächlich auch in der Praxis zuverlässig und bietet neben der regulären Akkulaufzeit von rund acht Stunden eine gelungene Ergänzung!

Einfaches wechseln zwischen iPhone und Mac

Das beiliegende Case erwies sich im Alltag als sinnvoller Begleiter um die Kopfhörer auch in der der Jackentasche beisammen zu halten und vor Verunreinigungen oder Beschädigungen zu schützen. Auch das Flexband-Kabel der Kopfhörer bringt diese zuverlässig Tag für Tag in ihre Ursprüngliche Position zurück und hält die beiden Enden dank Magnet zusammen, wenn man die Kopfhörer gerade nicht verwendet.

Auch beim Sport geben die Kopfhörer eine gute Figur ab. Das Nackenband liegt gut auf der Haut, ist nicht unangenehm und bleibt auch beim Joggen da wo es hingehört. Für den zusätzlichen Halt legt Apple noch zwei Paar Wing-Tips dabei, also Bügel, die aufgesteckt auf den Kopfhörern in die Ohren gesteckt werden. Diese sind sehr angenehm zu tragen.

Was mir besonders gut gefällt ist die Kopplung via iCloud. Bedeutet, dass wenn ich die BeatsX einmal mit einem Apple Gerät verbunden wurden, auch auf allen anderen mit diesem iCloud-Account verbundenen Geräte, wohlgemerkt ohne Einrichtung, verwendet werden können. Das ist besonders praktisch, wenn man zwischen Macbook und iPhone hin und her wechseln kann.

Fazit

Insgesamt lässt sich von meiner Seite aus lediglich ein Manko feststellen: Die Kabel zwischen Nackenband und In-Ear-Hörer sind für meinen Geschmack zu lang. Nicht immer liegen diese optimal, so dass man beim tragen schonmal etwas „komisch“ aussehen kann.

Ob einem nun 150 Euro für dieses paar Bluetooth-Kopfhörer Wert sind, muss jeder für sich entscheiden. Natürlich gibt es alternativen, allerdings keine die sich so optimal in das Ökosystem von Apple eingliedern. Insofern würde ich persönlich keine anderen Kopfhörer kaufen und hätte mir die BeatsX auch ohne Rabattaktion zugelegt. Ich für meinen Teil bin jedenfalls froh nun endlich kabellos zu sein!

Erfreulicherweise sind die BeatsX momentan für 120,99 Euro über Amazon Prime erhältlich.

Noel Schäfer

Noel Schäfer ist Autor von netzgadget.de und studiert Innopreneurship an der Uni Duisburg. Neben dem Studium hat er sich mit der Digitalagentur TELEPANO und virtuellen 360°-Rundgängen selbstständig gemacht. Er ist außerdem regelmäßig bei VUCA-Podcast.de zu hören.

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